Activity Tracker

Activity Tacker Armbänder – was können sie wirklich?

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Pedometer oder auch Schrittzähler genannt gibt es schon seit Jahrzehnten. Damals war es quasi die Geburtsstunde von Aufzeichnungsgeräten, die unsere Aktivitäten speichern. Heute erleben diese eine Renaissance, allerdings sind sie inzwischen etwas “schicker”, werden meistens als Armband um das Handgelenk getragen und können noch viel mehr als nur Schritte zählen.

Activity Tracker oder Fitness Tracker werden die aufgerüsteten Hightech Geräte von heute genannt. In den USA ist bereits jeder 10. im Besitz eines solchen Wearables und auch in Deutschland sind sie längst keine Neulinge mehr auf dem Markt.

„Funktioniert immer und überall!”,  „trägt (..) zur Verbesserung deiner Gesundheit & Fitness bei” oder „lässt Sie selbst bei den anstrengendsten Aktivitäten cool aussehen” – Die Unternehmen versprechen viel, doch was sind Activity Tracker eigentlich? Können sie wirklich unsere Gesundheit positiv beeinflussen? Und wie genau funktionieren sie eigentlich?

Verbessern Activity Tracker meine Gesundheit?

Unter einem Activity Tacker versteht man ein Gerät oder eine Anwendung zur Aufzeichnung von Aktivitäten.

Pioniere auf dem Markt waren die Geräte von fitbit und Bodymedia. Sie brachten 1995 die ersten Fitnessarmbänder mit denen man die Schritte zählen konnte auf den Markt. Anfangs befestigte man die Tracker an seiner Hose oder an der Jacke. Inzwischen haben sie sich sowohl unter funktionalen als auch ästhetischen Gesichtspunkten kontinuierlich weiterentwickelt und sind mittlerweile in den verschiedensten Formen und Farben erhältlich.

Was messen Activity Tracker?

Ein Pulsmesser, die Aufzeichnung des Energieverbrauchs Sowie der Schlafaktivität gehören nur zum Basisrepertoire eines solchen „Smart Bands“. Als Monitor der Bänder dient oft das eigene Smart-Phone, welches durch eine Applikation mit dem jeweiligen Gerät gekoppelt wird. Die zugrunde liegende Technologie der Fitnessbänder sind Bewegungssensoren wie Gyroskop-Sensoren und Beschleunigungssensoren.

Aufzeichnung der Sportart

Mit Hilfe dieser Sensoren messen sie zum Beispiel die Kräfte, die beim Laufen durch das wechselseitige Mitschwingen der Arme entstehen. Aus diesen Beschleunigungskräften wird die lineare Beschleunigung ermittelt. Durch die parallele Funktionsweise der Gyroskop-Sensoren, die auf Rotationsbewegungen spezialisiert sind, kann zwischen verschiedenen Bewegungsmustern unterschieden werden.

Activity Tracker als Pulsmesser

Für die Pulsmessfunktion sind optische Sensoren zuständig. Sie befinden sich an der Innenseite der Armbänder und stellen die Blutmenge unter der Haut fest, indem sie Lichtimpulse aussenden und empfangen.

Je nachdem, mit welchen Sensoren ein Activity Tracker ausgestattet ist, unterscheiden sich seine Funktionen. So gibt es Fitness Tracker Armbänder,die neben der Sensor-Technologie zusätzlich über GPS verfügen und so den genauen Standort bestimmen können. Diese Daten werden zum Beispiel für Berechnung der zurückgelegten Strecke, der benötigten Zeit und der daraus resultierenden Geschwindigkeit verwendet.

Wie viele Schritte sollte ich täglich gegen?

Hat man sich für ein Wearable entschieden,  „sollten es schon 7500 bis 10.000 Schritte pro Tag sein“, sagt Prof. Dr. Ingo Froböse, Sportwissenschaftler und Leiter des “Zentrums für Gesundheit” der Deutschen Sporthochschule Köln, die am Ende des Tages auf dem Konto erscheinen.

Die Schwären der Fitness Tracker

Hersteller und Anbieter wie beispielsweise Runtastic suggerieren dass man mit dieser Schrittleistung alleine schon automatisch fit und gesund wird, und deren Armband zu „einer Verbesserung deiner Gesundheit“ beiträgt. Allerdings dokumentieren die meisten Tracker  nur, dass wir uns bewegen, nicht aber wie intensiv.

Zwar kann durch den Puls auf ein gewisses Intensitätsniveau geschlossen werden, jedoch ist diese Aussage nicht wirklich Aussagekräftig. Denn: Manche bekommen eine erhöhte Herzfrequenz beim Treppensteigen in den 1.Stock.

 

Fitness Tracker

 

Activity Tracker versuchen „Fitness und Gesundheit“ auf verschiedene physiologische Funktionen zu reduzieren, so Froböse. Aktivität bedeutet aber nicht gleich Gesundheit und Fitness. Fitness wird unter anderem durch Faktoren wie Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination bestimmt, und zu Gesundheit zählt Ernährung genauso wie persönliches Wohlbefinden. Dinge, die ein Fitness Tracker (noch) nicht erfassen kann.

Activity Tacker Armbänder – was können sie wirklich?

Wir haben zwar herausgefunden, dass Activity Tracker nicht zwangsläufig unsere Gesundheit verbessern, dennoch bieten sie einen Ansporn zur Bewegung. Und das bedeutet im Umkehrschluss, dass Menschen, die sich mehr bewegen, auch ausgeglichener und glücklicher sind. Deshalb empfiehlt sie auch Prof. Dr. Ingo Froböse als gute „Motivationshilfe“.

Mehr Motivation und mehr Schritte

Wissenschaftliche Belege für das zusätzliche Bewegungspensum durch Tracking liefert eine Studie der Stanford University, sie zeigt, dass Menschen die einen Schrittzähler verwenden, sich durchschnittlich 40 Prozent mehr bewegen.

Man versucht eben jede Gelegenheit, die sich einem bietet, zu nutzen um sich zu bewegen, damit man sein Tagesziel erreicht. So bleibt dann das Auto für kürzere Strecken auch mal stehen und man geht zu Fuß. „Spielerisch” motiviert wird man auch auf den Plattformen der verschiedenen Anbieter, auf denen man sich mit anderen Leuten oder Familienmitgliedern messen kann.

Gut für Menschen, die sich motivieren müssen

Als Fazit kann man sagen, dass in Anbetracht der Konsequenzen eines jahrelangen Bewegungsmangels, sich die Investition eines Einsteigermodells für Menschen, die gewillt sind sich mehr zu bewegen und denen nur ein kleiner Anschub fehlt, lohnt. Und auch für, Sportanfänger und den ambitionierten Hobbysportler, der tracken will wie weit und schnell er gelaufen, geschwommen oder geradelt ist, sind die Fitness Tracker eine gute Informationsquelle.

Dennoch bietet das Thema Tracking auf ganz vielen anderen Ebenen ebenfalls Diskussionsbedarf und man kann gespannt sein, wo die Entwicklung von Selbstüberwachung und Kontrolle noch hinführt.

 

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Eva Strünker

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