Bluthochdruck

Bluthochdruck: Wie entsteht er? Wie kann man vorbeugen?

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Risikofaktor Bluthochdruck und seine Folgen

 

Über 20 Millionen Menschen in Deutschland haben einen zu hohen Blutdruck. Ärzte warnen vor dem „stillen Killer“, der keine Schmerzen bereitet, aber schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann.

Doch wodurch entstehen diese Probleme und wie können Sie am besten bekämpft werden? Antworten darauf, finden Sie in diesem Beitrag!

Der Blutdruck wird durch die Pumpfunktion des Herzens erzeugt. Pumpt das Herz Blut in die Arterien, so steigt hier der Druck auf natürliche Weise an. Die Arterien kann man sich dabei wie Rohre vorstellen, die das Blut mit schneller Geschwindigkeit transportieren. Dabei können sich die Arterien sogar enger oder weiter stellen um weniger oder mehr Blut zu den verschiedenen Organen zu leiten. Dadurch wiederum erhöht oder erniedrigt sich der Blutdruck, den wir von außen über ein Blutdruckmessgerät messen können.

Die Fähigkeit des Engstellens und des Weitens haben die Arterien übrigens ihrer Muskulatur zu verdanken – sie ist in ihre Wand eingebaut. Im Gegensatz zu den Skelettmuskeln können wir diese Muskulatur aber nicht bewusst ansteuern – dies übernehmen autonome Zentren in unserem Gehirn.

 

Blutdruck messen

Misst man den Blutdruck, bekommt man immer zwei Werte:

  • Der erste Wert gibt an, wie hoch der Blutdruck ist, wenn das gefüllte Herz sich zusammenzieht und das Blut in den Körper pumpt (Systole).
  • Der zweite Wert gibt an, wie hoch der Blutdruck ist, wenn das Herz wieder neu befüllt wird (Diastole).

Der systolische Wert ist immer größer als der diastolische.

 

Das sollten Sie beim Messen des Blutdrucks beachten:

Eine Messung des Blutdrucks erfolgt meistens in Ruhe (Ruheblutdruck). Während der Messung sollte man auf folgende Sachen achten:

  • nicht sprechen
  • angelehnt sitzen
  • Beine nicht überschlagen
  • Blutdruckmessgerät auf Herzhöhe
  • nicht in Hitze oder Kälte messen
  • keine Nikotin- oder Koffeinaufnahme eine Stunde vor der Messung

 

Bei der ersten Messung sollte die Messung außerdem mehrmals (bis zu dreimal mit einigen Minuten Pause) an beiden Armen wiederholt werden, um einen Wert zu bestätigen. Viele Dinge können den Blutdruck kurzfristig beeinflussen, wie z.B.:

  • das Aufstehen von einem Stuhl
  • einen spannenden Film schauen
  • etwas essen
  • entspannende Musik hören
  • Stress
  • die Tageszeit

 

Optimale Werte?

Über die Jahre wurden verschiedene Grenzwerte zur Überwachung von Bluthochdruck eingeführt.

Zur Zeit wird ein Wert von 120/80mmHg als optimal angesehen. Von Hypertonie, also Bluthochdruck, spricht man ab einem Wert von 140/90mmHg. Dabei werden Werte bis 130/85mmHg als normal und bis 139/89mmHg als hochnormal bezeichnet. Die Einheit in der der Blutdruck angegeben wird, wird übrigens als mmHg, also Millimeter-Quecksilbersäule bezeichnet.

 

Ein zu hoher Blutdruck hat viele negative Folgen

Ein zu hoher Blutdruck stellt eine dauerhafte Überstrapazierung des Gefäßsystems dar und kann zu Schädigungen der Gefäßwände führen. Diese Schädigungen der Gefäßwände sind eng mit Herzinfarkten und Schlaganfällen verbunden. Herz und Gehirn müssen ständig mit ausreichend Blut versorgt werden, damit sie ihre Arbeit fortsetzen können. Verstopft eine der beliefernden Arterien, so hat das direkte Gewebsschädigungen zur Folge.

Ebenfalls schädigend wirkt sich der Bluthochdruck auf die Durchblutung der Niere sowie der Extremitäten aus. Es kann z.B. zu Verschlüssen der Beinarterie kommen, sodass hier große Schmerzen beim Gehen entstehen (Periphere arterielle Verschlusskrankheit).

 

Wie kommt es dazu?

Wie genau der Bluthochdruck entsteht, ist noch nicht genau erforscht, aber als primäre Ursachen werden genetische Faktoren, Übergewicht und Rauchen gesehen. Liegt eine weitere, unterliegende Erkrankung vor, die den Bluthochdruck begünstigt, spricht man von sekundärem Hochdruck (trifft allerdings nur bei 5-10% der Fälle auf). Häufig ist das Alter auch ein Faktor, der den Blutdruck ansteigen lässt, was dann als Altershochdruck bezeichnet wird.

 

Vier Schritte gegen hohen Blutdruck

Es gibt viele verschiedene Blutdruckmedikamente auf dem Markt, von denen ein jedes jedoch auch seine Nebenwirkungen haben kann.

Daher haben wir für Sie hier Maßnahme zusammengestellt, die Sie selbst ergreifen können, kostengünstig sind und den Blutdruck auf natürliche Weise senken!

 

1. Sport und Bewegung

In einer Studie aus dem Jahr 2005 führte insbesondere Ausdauertraining zu einer Reduktion des Hochdrucks bei Patienten um durchschnittlich 7,4 bzw. 5,8 mmHg. Das Training sollte dazu zwei bis dreimal die Woche für 30 bis 60 Minuten stattfinden. Auch ein Krafttraining hatte nach neueren Studien positive Effekte auf den Blutdruck. Achten Sie beim Krafttraining jedoch immer auf Ihre Atmung, da Pressatmung zu hohen Blutdruckspitzen führt. Kontrolliertes Ausatmen während der Belastung verhindert dies.

 

2. Gewichtsreduktion

Jeder zweite Hypertoniker ist übergewichtig und Übergewicht gilt als der lebensstilbedingte Faktor, der am häufigsten zu einem Bluthochdruck führt. Bereits 1kg Gewichtsreduktion können eine Reduktion von 2,5mmHg systolisch und 1,5mmHg diastolisch bedeuten. Bei 10kg Gewichtsreduktion kann der Blutdruck so z.B. von 145/95 auf 120/80 gesenkt werden.

 

3. Gesunde Ernährung

Vor allem eine Salzreduktion kann bei vielen Leuten hilfreich sein. Der Salzkonsum der Deutschen liegt mit 10-12g pro Tag doppelt so hoch, wie die empfohlene Tagesdosis von maximal 6g/Tag. Bei „salzempfindlichen“ Menschen kann eine Salzreduktion zu einer Blutdrucksenkung von 5mmHg führen und außerdem die Wirkung von Blutdruckmedikamenten verstärken. Hilfreich kann hier z.B. sein, den Salzstreuer vom Tisch zu entfernen!

Auch eine Ernährung mit erhöhtem Gemüse- und Früchteanteil sowie geringem Anteil an tierischen Fetten, rotem Fleisch und zuckerhaltigen Lebensmitteln kann den Blutdruck um über 10/5mmHg senken. Da sind Sie auch mit der fitmio-Ernährung schon auf einem guten Weg!

 

4. Vermeidung von Tabakkonsum

Der Zigaretteninhaltstoff Nikotin wirkt durch Freisetzung von bestimmten Hormonen blutdrucksteigernd. Blutdruckmedikamente können außerdem bei Nichtrauchern besser wirken. Des Weiteren wirkt das Rauchen auf eine Vielzahl von körperlichen Funktionen sehr negativ und sollte grundsätzlich vermieden werden.

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Eva Strünker

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