Sportmythen

Sportmythen – wir klären, was dran ist!

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Fettverbrennung nach 30 Minuten

Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten

Nein, denn selbst wer langsam läuft, verbrennt vom ersten Schritt an Fett. „Der Körper greift von Beginn an auf alle Energiespeicher des Körpers zu“, sagt Walter Schmidt, Leiter der Sportmedizinischen Abteilung der Uni Bayreuth. Allerdings braucht der Körper eine gewisse Aufwärmphase, um die optimale Fettverbrennung zu erreichen. Diese Grenze ist nach ca. 20-30 Minuten erreicht. Wichtig ist aber vor allem sich überhaupt zu bewegen, egal wie lange und ob die Fettreserven bestmöglich angesprochen werden.

vor dem Sport essen

Sport auf nüchternen Magen ist ungesund

Auch diese Annahme ist so nicht korrekt. Natürlich ist es nicht unbedingt jedermanns Sache, ohne Frühstück Sport zu treiben, denn viele haben beim Frühsport Probleme mit dem Blutzucker. Grundsätzlich werden sofort die Fettreserven angesprochen, sobald die Speicher leer sind, wie beispielsweise nach der Nacht. Wer also erst abends laufen geht, verbrennt zunächst die über den Tag aufgenommenen Kohlenhydrate und Fette. „In der Fettverbrennung morgens und abends handelt es sich aber nur um Nuancen“, sagt Hans-Hermann Dickhuth von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin.

Dehnen vor dem Sport

Aufwärmen und Dehnen ist unnötig

Stimmt nicht. Zwar zeigen inzwischen einige Studien, dass das Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport weder die Leistung steigert noch das Risiko für Verletzungen verringert. Dennoch erscheint es für den Körper schonender, ihn zunächst auf Betriebstemperatur zu bringen, Muskeln und Sehnen langsam geschmeidig zu machen und sich auch mental auf die Bewegungsabläufe einzustellen. Zumindest bei Ausdauersportlern ist das vorherige Dehnen sinnvoll, da während der Belastung eine Verkürzung der Muskulatur stattfindet und sie schneller verhärtet. Bei Sportarten, die auf Schnellkraft basieren, ist zwar das Aufwärmen, jedoch nicht das Dehnen sinnvoll. Laut Untersuchungen wird durch das Dehnen, der Muskeltonus herabgesetzt.

Magnesium gegen Muksel

Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe

So einfach ist das nicht. Der Ansatz ist veraltet und wird in alten medizinischen Büchern noch gefunden. Meist ist der Grund für krampfende Muskulatur jedoch ein anderer: Der Wasserhaushalt befindet sich im Ungleichgewicht. Wer unter Krämpfen leidet, der sollte immer zuerst seine Wasserzufuhr überprüfen, bevor er Magnesium supplementiert. In akuter Situation ist es wichtig Dehnübungen auszuführen. Tabletten oder Pulver helfen erst bei einer Konzentration von ca. 400 bis 600 Milligramm Magnesium. Bei einer solchen Menge kommt es jedoch sehr häufig zu Durchfall.

Kalte Luft

Kalte Luft schadet der Lunge und den Bronchien

Es stimmt nicht, dass kalte Luft automatisch schädlich für Lungen und Bronchien ist. Allerdings wird ein Reizzustand gefördert, der vor allem bei Vorbelastungen wie Asthma ein Problem darstellen kann. Es ist Vorsicht geboten. Ab Temperaturen um den Gefrierpunkt kann der Reiz so stark werden, dass sich die Lunge zusammenzieht und ein Krampf entsteht. Wichtig ist dann etwa, einen Schal um Hals und Mund zu legen, sodass die Luft angewärmt in die Lunge strömt. Ab 15 Grad minus, sollte aber wirklich auf den Sport verzichtet werden.

Bewegung bei Muskelkater

Bewegung hilft gegen Muskelkater

Dieser Mythos scheint sich zu bestätigen. Muskelkater, das sind winzige Muskelfaserverletzungen, die zu unangenehmen Entzündungen und Nervenreizungen führen. Meist treten sie einen Tag nach dem Sport auf und erreichen zwei Tage danach ihren Schmerzhöhepunkt. Danach klingt der Schmerz wieder ab. „Muskelkater kann nicht medikamentös behandelt werden“, sagt Dr. Gerd Möller, Sportmediziner. Besser sei es das Training mit deutlich geringerer Intensität weiterzuführen und so die gute Durchblutung der Muskulatur sicherzustellen, ohne den Muskel einer neuerlichen starken Belastung auszusetzen.

Nachbrenneffekt

Fettverbrennung auch nach dem Sport

Genannt Nachbrenneffekt: Bis zu einem Tag nach der Belastung bezieht der Körper dabei die Energie vor allem aus den Fettspeichern. Wie lange dieser Effekt anhält, hängt von der Dauer und der Intensität des Trainings ab. Dies gilt für Ausdauertraining, aber auch für Krafttraining. Nach einem Marathon beispielsweise ist ein größer Nachbrenneffekt gut zu beobachten. Nach einer klassischen Einheit im Fitnessstudio, fällt der Nachbrenneffekt jedoch eher gering aus, da hierbei der Stoffwechsel nur kurz erhöht ist. Deutliche Nachbrenneffekte sind also vor allem bei Leistungssportlern zu beobachten. Bei gelegentlichen Hobbysportlern fällt dieser Effekt vergleichsweise jedoch gering aus.

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Eva Strünker

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Irmtraud

    Habe das 12 Wochen-Programm hinter mir. War erfolgreich und will einfach weiter so machen, wie gelernt! Motivation – Bewegung – und hauptsächlich die gute und gesunde Ernährung.

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