Büroangestellter Schreibtisch Arbeitsplatz

Den ergonomischen Bürostuhl richtig einstellen – Gesundheitsrisiken ausschalten!

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Rückenprobleme und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, erlahmende Blutzirkulation,  Stoffwechselprobleme – die Gefahren der sitzenden Tätigkeit haben die Mediziner bereits lange erkannt. Moderne Bürostühle sind die Antwort auf die Risiken, die sich durch langes Sitzen ergeben. Denn die ergonomisch konzipierten Arbeitssitze schützen vor einseitiger Belastung und kurbeln die notwendigen Körperfunktionen an. Das jedoch können sie nur, wenn sie richtig auf ihren Benutzer eingestellt sind.

Das mögen die Deutschen am Arbeitsplatz:

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Bemerkenswert weit unten erscheint der Wunsch nach einem ergonomischen Arbeitsplatz.

Auch Bürojobs bergen hohes Krankheitspotenzial

Dass Schreibtischarbeiter in puncto Krankheitsrisiko genauso gefährdet sind wie die Kollegen, die einer körperlich anspruchsvollen Arbeit nachgehen, wird immer noch allgemein unterschätzt. Entsprechend lassen viele Büroangestellte meist weniger Sorgfalt walten, wenn es um die Wahl und Einstellung der Arbeitsmittel geht. Was für einen körperlich arbeitenden Menschen schon um der Erleichterung der Tätigkeit willen wichtig ist, fällt bei dem scheinbar weniger aufwändigen Bürojob nicht so ins Gewicht.

In kaum einer Branche wird diese Korrelation so deutlich wie in der Baubranche. Nach einer Studie des arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienstes der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (ASD) sind Bürokräfte und Arbeiter auf dem Bau in der Häufigkeit medizinischer Diagnosen bei ärztlicher Behandlung absolut ebenbürtig.

Büroangestellte sind gesundheitlich genauso gefährdet wie Bauarbeiter

Bei Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems liegen die Büroangestellten sogar deutlich in Führung. Ein Viertel aller Behandlungen erfolgen bei Inhabern von Bürojobs in dieser Kategorie. Bei den Kollegen außerhalb des Dienstgebäudes sind es 23,1 %.

Ansonsten liegen die Büroarbeiter gleichauf oder nur knapp hinter den körperlich arbeitenden Kollegen: beim Herz-Kreislaufsystem, bei Seh- und Hör-Störungen und der Erkrankung von Atmungs- oder Verdauungsorganen. Lediglich bei Hauterkrankungen gibt es einen ähnlich signifikanten Unterschied wie beim Muskel- und Skelettsystem. Hier liegen die Arbeiter, die mit vielfältigen Umwelteinflüssen in Berührung kommen, 2,6 % vor ihren Bürokollegen.

Da ergonomische Bürostühle bereits weit verbreitet sind, stellt sich die Frage, warum Büroarbeiter ausgerechnet durch körperliche Schäden mehr Krankheitstage in Kauf nehmen müssen als ihre Kollegen, deren Tätigkeit auf den körperlichen Einsatz ausgelegt ist.

So viele Deutsche leiden bereits unter Rückenschmerzen

Umfrage Rückenschmerzen, wie viel Prozent leiden unter Rückenschmerzen

In dieser Umfrage wurden 1.090 Erwachsene befragt.

Das Ergebnis ist erschreckend: Im Durchschnitt leiden mehr als ein Drittel der Befragten bereits unter Rückenschmerzen!

Den Arbeitsplatz ergonomisch organisieren

Was ist Ergonomie? In einem kurzen Video Tutorial klären wir die wichtigsten Fragen:

Es scheint so, als müssten die Büroangestellten einiges von ihren körperlich arbeitenden Kollegen lernen. Denn diese sind schon aus Fragen der Arbeitssicherheit und des Erfolgs der Kooperation untereinander darauf angewiesen, optimale Bedingungen zu schaffen. Das erfordert weitaus mehr Aufwand als in einem standardmäßig eingerichteten Büro. Möglicherweise ist hier gerade das geringe Maß an Eigenorganisation in Bezug auf den Arbeitsplatz dafür verantwortlich, dass diese Komponente unterschätzt wird. Sie konzentriert sich außerdem nur auf den Bürostuhl und seine nähere Umgebung.

ein ergonomisch konzipierter Arbeitplatz beugt Rückenschmerzen und Verspannungen vor

Allerdings sind die negativen Folgen unzureichender Ergonomie schnell zu spüren – somit trägt wohl auch die Gewohnheit zum dauerhaften Fehlverhalten bei.

Für die hohe Quote medizinischer Diagnosen bezüglich Muskel- und Skeletterkrankungen bei Büroarbeitern gibt es demnach nur zwei Gründe:

– das Fehlen ergonomischer Bürostühle   

– der fehlerhafte Umgang mit modernen Bürostühlen

Im ersten Fall wird sich kein Betriebsleiter sperren, wenn entsprechende Arbeitssitze eingefordert werden. Die Initiative muss von den Angestellten ausgehen. So lange keine Beschwerden vorliegen, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf.

Im zweiten Fall ist der Angestellte selbst gefordert. Wer über einen modernen Bürostuhl verfügt und ihn nicht richtig auf die eigenen körperlichen Dimensionen einstellt, trägt selbst Schuld an den negativen gesundheitlichen Folgen, die sich dann unweigerlich einstellen.

In jedem Falle sollte der Arbeitgeber dafür sorgen, dass eine Einweisung in den optimalen Gebrauch moderner Bürostühle erfolgt. Das ist eine Sache von wenigen Minuten. Denn moderne Bürostühle lassen sich mit wenigen Handgriffen richtig einstellen. Mit wenig Aufwand wird so große Wirkung erreicht.

Den Bürostuhl auf die optimale Sitzhaltung einstellen

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Was charakterisiert eine optimale Sitzhaltung?

Stimmt die Sitzhaltung, ist bereits der größte Teil gesundheitlicher Risiken im Büro ausgeschlossen.

– Die Ober- und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel; die Fußsohlen setzen komplett auf dem Boden auf

– Die Kniekehle berührt nicht die Sitzkante

– Nur der untere Rückenabschnitt berührt die Sitzlehne

– Die Sitzfläche ist leicht nach vorn geneigt

– Die Ober- und die Unterarme bilden ebenfalls einen rechten Winkel.

Mit modernen Bürostühlen lassen sich diese Anforderungen für jede Körpergröße und für jeden Körpertyp realisieren.

Darüber hinaus bieten sie noch viele Extras, wie etwa die Anregung der Durchblutung durch Lamellen, die Anpassung des Stuhls an die Körperhaltung oder die Bewegung der Sitzfläche in jede Richtung. All das dient dazu, den Körper zu mehr Bewegung zu animieren und die Zeiten zu reduzieren, in denen sich der Körper starr verhält.

6 Schritte zur optimalen Einstellung des Bürostuhls

  1. Mit der Höhenverstellbarkeit des Sitzes wird der Abstand zum Boden reguliert. Dieser ist so groß wie der Unterschenkel des Benutzers lang ist – plus einem individuellen Swing nach oben für das individuelle Wohlfühlen.
  2. Verfügt der Bürostuhl über eine Sitzneigeverstellung oder eine in alle Richtungen bewegliche Sitzfläche, werden diese Komponenten nach den Anforderungen des Benutzers limitiert.
  3. Für die Einstellung der Sitztiefe ist entscheidend, dass einige Zentimeter Luft zwischen der Sitzkante und der Kniekehle bleiben.
  4. Die Armlehnen sorgen dafür, dass der rechte Winkel in der Armhaltung erhalten bleibt. So ist die Entlastung der Schultern am besten gewährleistet. Viele Armlehnen lassen sic h auch im Abstand zueinander einstellen.
  5. Die Rückenlehne ist richtig eingestellt, wenn die Lordosen Unterstützung bis zur Gürtellinie reicht. Für entspannende Haltungen sorgt die bewegliche Rückenlehne selbst.
  6. Sofern eine Nackenstütze vorhanden ist, wird diese natürlich auf die Maße des Benutzers eingestellt. Es kann zwischen der Stützfunktion am Beginn der Halswirbelsäule und der Auflage des Hinterkopfes gewählt werden.

Mit sechs kleinen Handgriffen wird der Bürostuhl zum optimierten Arbeitsmittel und beugt gesundheitlichen Schäden durch falsches Sitzen vor.

Durch richtige Kombination und Einstellung des Arbeitsplatzes (Schreibtisch sowie Bürostuhl) beugen Sie nicht nur Gesundheitsschädigungen vor sondern zusätzlich steigern Sie dadurch die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

Ein Auge auf die richtige Sitzposition sowie den ergonomischen Arbeitsplatz zu werfen lohnt sich also!

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Eva Strünker

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. lento ...gesund sitzen.

    Immer wieder muss man feststellen, dass die Möglichkeiten ergonomischer Büromöbel nicht ausgenutzt werden und daher nicht zu Ihrer Wirkung kommen. Danke für den Artikel – auch wir arbeiten aus Überzeugung an einer steten Sensibilisierung für die Wichtigkeit ergonomischer Bürostühle. Und doch muss man sich immer wieder mal selbst ermahnen die Sitzfläche frei zustellen oder neben seinen 60% Sitzen am Tag das Stehen und Gehen nicht zu vernachlässigen. Weiter so!

  2. Hans

    Ich bin 39 Jahre alt und wurde bereits vor 15 Jahren an der Bandscheibe operiert, als Jugendlicher schon mit Skoliose groß geworden. Von daher kann ich leider ein Lied davon singen wie wichtig Ergonomie am Arbeitsplatz ist, besonders bei Büroarbeitsplätzen wo man fast den ganzen Tag nur sitzt. Wie hat Hirschhausen zuletzt gesagt – „Wir sind Bewegungsmenschen und keine Sitzmenschen!“. 😉

    Daher versuche ich regelmäßig aufzustehen und mich kurz zu bewegen und zu strecken, am besten in der Mittagspause noch einen kleinen Spaziergang machen, frische Luft tut zusätzlich auch den grauen Zellen gut… Wer es sich leisten kann gönnt sich einen hochwertigen Bürostuhl und einen höhenverstellbaren Schreibtisch, damit auch im Stehen gearbeitet werden kann…

    Grüße
    Hans

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