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Insulin und seine Wirkung – so entsteht Diabetes Typ 2

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Resistenz gegen Insulin steigt an: Diabetes die Zivilisationskrankheit

Der Zuckerkrankheit, in der Fachsprache auch Diabetes mellitus genannt, liegt eine Funktionsstörung des Hormons Insulin auf zellulärer oder organischer Ebene zu Grunde. Der Diabetes stellt dabei eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten unserer modernen Zeit dar.

Viele Wissenschaftler sprechen auch von der Epidemie der Moderne: 1985 ging man weltweit von ca. 30 Millionen Zuckerkranken aus – 2007 waren es 246 Millionen und 366 Millionen sind von der Weltgesundheitsorganisation für das Jahr 2030 prognostiziert.

Das richtet einen beträchtlichen Schaden für die Gesellschaft und die erkrankte Person an. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland fast 21 Millionen Euro für die Behandlung des Diabetes ausgegeben, was einem Anstieg von 60% gegenüber dem Jahr 2000 gleichkommt. Denn nicht nur die Behandlung von Diabetikern erfordert einen erheblichen Aufwand, auch die Folgekrankheiten wie z.B. Herzinfarkte und Schlaganfälle sind behandlungsintensiv. 

Wie wirkt Insulin im Körper?

Die sogenannte Zuckerkrankheit breitet sich weltweit immer weiter aus. Doch was genau ist bei Funktionsstörungen bei der Insulinproduktion so problematisch, dass so viele Menschen darunter leiden müssen?

Insulin an sich, ist in unserem Körper zunächst sehr hilfreich, wenn es ganz normal seinem ihm aufgetragenen Job nachgehen kann: Es sorgt dafür, dass Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate in die Leber aufgenommen und in den spezifischen Geweben abgespeichert werden. Dadurch wird die Senkung des Blutzuckerspiegels erreicht.

Insulin ist somit ein enorm wichtiges Hormon für den Energiestoffwechsel. Es wirkt auf alle drei Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Fette, Proteine.

Die Aufgaben von Insulin

Kohlenhydrate: Insulin führt zu einer erhöhten Aufnahme von Glucose (Zucker) aus dem Blut in die Leber und die Muskulatur. Dort wird die Glucose in Form von Glykogen, der Speicherform von Zucker im Körper, gespeichert.

Fette: Insulin schleust Blutfette aus dem Blut ins Fettgewebe, damit diese dort gespeichert werden können. Außerdem hemmt es die Freigabe von Fett aus dem Fettgewebe.

Proteine: Insulin fördert die Aufnahme von Aminosäuren, die Bausteine aus denen Proteine aufgebaut sind, aus dem Blut in die Körperzellen. Außerdem wird der Abbau von Proteinen gehemmt.

Was macht Insulin zu einem Problemhormon?

Insulin ist das einzige Hormon, welches den Blutzuckerspiegel senken kann. Gesteigert werden kann der Blutzuckerspiegel dagegen von mehreren Hormonen. Dies liegt möglicherweise in der evolutionären Entwicklung begründet: Eine Steigerung des Blutzuckerspiegels, um die Verfügbarkeit von Energie zu erhöhen, war viel häufiger nötig, als eine Senkung. Im Normalfall waren unsere Vorfahren eher einem Nahrungsmangel ausgesetzt, statt ein Überangebot an Essen.

Da das Nahrungsangebot für unsere Vorfahren in der Regel eher gering war, war es wichtig, den Blutzucker hoch zu halten, um die Energieversorgung und somit die Funktionsweise und das Überleben von wichtigen Organen zu sichern: Das Gehirn z.B. ist auf eine stetige Zufuhr von Glucose angewiesen, es ist seine Hauptenergiequelle.

In der Moderne wird den Menschen der Industrienationen dieses Schema jedoch zum Verhängnis. Sie leben in einem Überangebot an Nahrung und nehmen in der Regel Zucker in extrem hohen Mengen auf.

Den Contour Next Teststreifen in das Gerät stecken und fertig: Durch die automatische Codierung der Contour Next Blutzuckermesssysteme mit dem Sensor sind die Geräte besonders einfach in der Handhabung und messgenau.

ZuckerwürfelEin Liter Cola enthält 17 bis 18 Stück Würfelzucker! Gerade Getränke liefern häufig versteckte Energie in Form von Zucker.

Das Insulin muss Schwerstarbeit leisten, um den Zuckergehalt im Blut wieder auf ein gesundes Maß runter zu bringen.

Beim Diabetes wird der hohe Blutzucker für den Körper zum Problem

Insulin funktioniert wie ein Türöffner. Er sperrt die Zellen in denen die Glucose gespeichert werden soll auf, sodass es aus dem Blut hineingelangen kann. Um „aufzuschließen“, muss das Insulin an einen bestimmten Rezeptor – die Andockstelle der Zelle – andocken. Erst dann kann die Glucose in die Zelle hineingelangen.

Um dauerhaft hohen Blutzuckerwerten gerecht zu werden, muss auch dauerhaft viel Insulin ausgeschüttet werden. Irgendwann reagieren immer mehr Schlösser der Zellen nicht mehr auf den Schlüssel Insulin und bleiben für die Glucose sprichwörtlich verschlossen. Somit häuft sich die Glucose im Blut an. Eine „Insulinresistenz“ der Zellen ist entstanden.

Eine Insulinresistenz überlastet die Bauchspeicheldrüse

Der zweite Problemherd, der entstehen kann, sitzt genau dort, wo das Insulin im Körper produziert wird: In der Bauchspeicheldrüse. Muss dauerhaft viel Insulin produziert werden und kann davon immer weniger an den Rezeptoren andocken, führt das letztendlichen zu einer Überlastung der Produktion. Folglich wird die Bauchspeicheldrüse immer schwächer bis irgendwann künstliches Insulin gespritzt werden muss.

Die Folgen von Diabetes

Das größte Problem sind Gefäßerkrankungen: Die Wände unserer Arterien, also die Bahnen, die unser Blut durch den Körper tragen, werden bei Diabetikern vermehrt von Arteriosklerose befallen. Arteriosklerose beschreibt einen Vorgang bei dem sich Blutfette vermehrt an der Arterienwand ablagern und körpereigene Immunzellen eine Entzündung dieser Stellen hervorrufen. Dieser fortschreitende Prozess kann dazu führen, dass sich eine Arterie immer mehr verengt, bis kein Blut mehr hindurch dringen kann und die dahinterliegenden Gebiete nicht mehr versorgt werden können. Das kann die Ursache für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine Minderdurchblutung der Beine sein (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK).

cholesterinGefäßerkrankungen stellen die Haupttodesursache für Diabetiker dar (80%).

Neue Erkenntnisse deuten auf eine direkte Verbindung von Arteriosklerose und erhöhten Blutzuckerwerten hin: Zu viel Zucker im Blut führt zu einer verstärkten Bildung von freien Radikalen. Freie Radikale sind Teilchen, die extrem schnell mit anderen Molekülen reagieren und so zu Schäden z.B. in der DNA und auch anderen Strukturen führen. Auf diese Weise wird auch die Verfügbarkeit eines Stoffes reduziert, der für die Weitung von Arterien verantwortlich ist und dadurch den Blutfluss vergrößert. Diabetes führt außerdem zu einer vergrößerten Entzündung der Arterienwände.

Durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel kann es auch zu Nierenversagen, sowie Augen- und Nervenschädigungen kommen, weil die winzigen Blutgefäße in diesen Organen durch die Erkrankung geschädigt werden.

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Wie beuge ich einer Insulinresistenz rechtzeitig vor?

Das Wichtigste ist, dass der Insulinhaushalt geschont wird. Das kann man durch die folgenden Dinge erreichen:

Keine Zwischenmahlzeiten!

Jedes mal, wenn man etwas isst, wird Insulin ausgeschüttet. Das führt dazu, dass der Abbau von Kalorien gehemmt und der Aufbau von Energiedepots gefördert wird. Der Körper muss zwischen den Mahlzeiten also immer genug Zeit haben, um sein Insulinlevel wieder absinken zu lassen.

Auf sehr zuckerhaltige Lebensmittel verzichten.

Vor allem Süßgetränke sind gefährlich, da sie meist gar nicht als Nahrung wahrgenommen werden. Sie enthalten jedoch eine immense Zuckermenge und lassen den Insulinspiegel stark ansteigen.

Regelmäßige Bewegung und Sport!

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Muskelzellen mechanische Belastung durch Bewegung erkennen können und dieser Reiz den selben Effekt hat wie Insulin! Er wird zum Türöffner und schleust Glucose in die Muskelzelle – ganz ohne das Hormon!

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Walter Papenhagen

    Lieber Herr Dr. Froboese,
    Ich habe bereits an Ihrem Fitness-Programm teilgenommen und bin ein Anhänger Ihrer Tips geworden, von 92 kg bin ich auf 84kg geschrumpft! Bin 77 Jahre alt und fühle mich jetzt belastbarer!
    Mit Dank für Ihren Einsatz und für Ihre Begeisterung steigernden Hinweise!
    W. Papenhagen

  2. Pingback: Cholesterin senken durch die Ernährung | fitmio.de Magazin

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