Mit Diesen Tipps Regen Sie Den Darm Und Die Verdauung Natürlich An.

Verdauung anregen und Stoffwechsel erhöhen – Tipps

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Die Bedeutung der Verdauung und der Darmtätigkeit wird von vielen Menschen unterschätzt. Aber erst durch die Verdauungsprozesse ist der Körper in der Lage, alle benötigten Stoffe aus der Nahrung zu extrahieren und die Nährstoffe somit für den Körper nutzbar zu machen.

Alle Stoffe, die dem Stoffwechsel nicht durch die Verdauungsprozesse zugeführt werden können, werden ungenutzt vom Körper ausgeschieden.

Die Kalorienmenge, die wir mit der Nahrung aufnehmen ist nicht zwangläufig gleich der Kalorienmenge, die dem Stoffwechsel zur Verfügung steht.

Die Forscher Bernhard Samuel und Jonathan Gordon fanden heraus, dass es einen Unterschied gibt, zwischen der Kalorienmenge, die wir durch das Essen aufgenommen haben und dem was auch tatsächlich auf Stoffwechselebene ankommt.

Stoffwechsel anregen durch gute Verdauung

Verdauung anregen natürlich Tipps

Mit diesen Tipps regt man die Verdauung auf natürliche Weise an.

Um unsere Gesundheit zu bewahren oder um abzunehmen versuchen wir uns gesund und ausgewogen zu ernähren. Das ist auch gut so. Doch damit der Körper die Nährstoffe aus der Nahrung verwerten kann brauchen wir vor allem auch einen gesunden Darm, eine rege Darmtätigkeit und somit für eine gute Verdauung.

Denn letztendlich beeinflusst nur das, was dem Stoffwechsel an Nährstoffen und Kalorien zur Verfügung steht auch seine Aktivität. Wer also seinen Stoffwechsel anregen möchte, sollte auch auf seine Darmgesundheit achten.

Wie wichtig eine rege Verdauung für den Körper ist, wollen wir in einem Beispiel verdeutlichen:

Stell dir einmal vor, du bist mit dem Auto unterwegs, als deine Tankanzeige rot aufleuchtet. An der nächsten Tankstelle tankst du guten Kraftstoff, um schnell an dein Ziel zu kommen. Der tank ist voll, doch wieder auf der Straße bemerkst du, dass der Motor stottert: Die Kraftstoffleitung  zum Motor ist kaputt und es kommt nur ein Teil des Sprits bei ihm an.

So ähnlich verhält es sich bei unserem Darm und dem Organismus. Nur wenn der Darm gesund ist, kann er den „Sprit“,  also die Nährstoffe aus der aufgenommenen Nahrung verarbeiten und sie dem Stoffwechsel „dem Motor“ bereitstellen.

Aber nicht nur bei der Filterung der Nährstoffe spielt der Darm eine Rolle, er reguliert außerdem den Wasserhaushalt, produziert wichtige Hormone und bietet Schutz gegen zahlreiche Krankheitserreger. Ein Wunder, dass diesem System trotz seiner essenziellen Aufgaben in unserem Körper so wenig Beachtung geschenkt wird. Das möchten wir ändern.

Unser Verdauungssystem – der Weg der Nahrung

Die optimale Verdauung und Verarbeitung der Nahrung beginnt bereits im Mund. Nachdem die Nahrung mithilfe von Enzymen des Speichels zu Brei verarbeitet wurde, gelangt sie über die Speiseröhre in den Magen und wird durch die Magensäure weiter zersetzt.

Wie lange das dauert ist von Lebensmittel zu Lebensmittel unterschiedlich. Besonders fettige Speisen wie Pommes oder Schweinebraten brauchen bis zu fünf Stunden bis sie vollständig zerkleinert sind. Auch Gemüse, Obst, Salat, Getreide-und Vollkornprodukte verweilen lange im Magen, enthalten jedoch einen hohen Anteil an Ballaststoffen, unterstützen dadurch die Verdauung und Entgiftung, und machen uns schneller satt, weil man bei gleicher Kalorienanzahl mehr von ihnen essen kann wie Beispielweise von einer Portion Pommes.

Dünndarm und Dickdarm, unsere Nährstofffilter

Nächster Stopp für den inzwischen flüssigen Brei ist der Dünndarm. Mithilfe von Enzymen aus der Galle, der Bauchspeicheldrüse und der Leber werden die einzelnen Nährstoffe in winzige Moleküle zerlegt. Über die Zellen der Darmschleimhaut gelangen die Nährstoffe schließlich ins Blut und werden zu den Körperregionen befördert, in denen sie gebraucht werden.

Die Bestandteile, die der Dünndarm nicht verwerten kann, werden in den Dickdarm weitergeleitet. Hier wird dem übrig gebliebenen Speisebrei zur Ausscheidung das Wasser entzogen und wieder dem Organismus zugeleitet. Den festen Kot scheidet der Körper als Abfallprodukt der Verdauung wieder aus.

Die Verdauungszeiten von Lebensmitteln im Magen hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, wie z.B. ob man die Lebensmittel auf nüchternen Magen oder in Kombination als Speise zu sich nimmt. Die gezeigte Tabelle kann daher nur zu einer groben Orientierung dienen.

Wie lange dauert die Verdauung von Lebensmitteln

Eier und Milchprodukte 
Fette Milch 3 Std.
Milchkaffee 2 Std.
Magerquark 2 Std.
Käse 4 Std.
Joghurt 2 Std.
Weiche Eier 2 Std.
Rührei 3 Std.
 
Fleisch und Fisch
Fettarmer Fisch 2 Std.
Thunfisch in Öl 6,5 Std.
Mageres Geflügel 4 Std.
Mageres Fleisch 4 Std.
Rump- und Filetsteak 5 Std.
Fettarmer Schweinebraten 5 Std.
Schinken 5 Std.
Bratwurst 6,5 Std.
Speck 6,5 Std.
Gänsebraten <7 Std.
Schweinebraten <7 Std.
 
Getreide, Nudeln, Reis, Kartoffeln 
Weißbrot 2 Std.
Ciabatta 2 Std.
Schwarzbrot 4 Std.
Reis 2 Std.
Salzkartoffeln 3 Std.
pürierte Kartoffeln 2 Std.
Pommes frites 6,5 Std.
 
Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse 
Erbsen, Linsen, Bohnen 5 Std.
Bananen 3 Std.
Äpfel 4 Std.
Möhren (gekocht) 3 Std.
Spinat 3 Std.
Wirsing 3 Std.
Salat 4 Std.
Gemüse (gedünstet) 4 Std.

So kann ich meine Verdauung natürlich anregen

- 5 Tipps
Tipp 1 – gut kauen!
Kauen hilft bei der Verdauung

Kauen hilft bei der Verdauung

„Gut gekaut, ist halb verdaut!“ Diesen Satz hat bestimmt jeder schon mal gehört. Es steckt auch viel Wahrheit in dieser Aussage!

Die Verdauung der Nahrung fängt schon im Mund an

Beim Kauen wird die im Mund aufgenommene Nahrung mit den Zähnen durch rhythmisches Beißen und Mahlen mechanisch zerkleinert. Dabei finden in der Mundhöhle bereits Verdauungsvorgänge statt: Die Enzyme und Elektrolyte, sowie spezielle Bakterien in der Mundhöhle und im Speichel sorgen bereits im Mund für eine erste Aufbereitung der Nahrung. Sodass die weiteren Verdauungsprozesse optimal vorbereitet werden.

Je besser die Nahrung schon im Mund zerkaut wird, desto leichter ist sie für den Organismus weiter zu verarbeiten. Gründliches und langsames Kauen kann somit den Magen-Darm-Trakt bei der anschließenden Verdauung entlasten. Und wer gut kaut und somit langsam isst, isst insgesamt weniger, das spart auch noch Kalorien.

Worauf man achten sollte: Die Nahrung nicht unter Zeitdruck hinunterschlingen, sondern sich ausreichend Zeit zum Essen nehmen! Als Faustregel wird bei jedem Bissen etwa 20-35 x Kauen veranschlagt.

„Schlinge beim Essen nicht, denn dadurch gelangt zu viel Luft in den Bauchraum und nimmt dem Darm seine Bewegungsfreiheit“, sagt Prof. Dr. Ingo Froböse Leiter des Zentrums für Gesundheit der Sporthochschule Köln. Eine optimale Verwertung der Nährstoffe kann so nicht mehr garantiert werden.

Positiver Nebeneffekt: So hat man auch mal wieder die Gelegenheit, das Essen in vollen Zügen zu genießen!

Tipp 2 – viel bewegen!
Spazieren gehen massiert den Darm

Spazieren gehen massiert den Darm.

„Nach dem Essen sollst du ruhen, oder 1.000 Schritte tun!“

Am besten nimmst du dir Letzteres zu Herzen: Durch die Bewegung zu Fuß wird der Bauch und der Darm massiert. Das erledigt im Wesentlichen die Rumpfmuskulatur, die sich bei jedem Schritt bewegt.

Verdauungsprobleme lösen – Bewegung massiert den Darm

Diese Massage unterstützt den Transport des Speisebreis durch den Darm, regt die Darmtätigkeit an und fördert zudem auch die Verarbeitung. So kann sogar einer Verstopfung oder einem starken Völlegefühl vorgebeugt werden.

Alternativ kann der Bauch auch mit der Hand massiert werden. Lege dazu die flache Hand auf den Unterbauch und kreise mit leichtem Druck langsam im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum.

Worauf man achten sollte: Wenn möglich nach dem Essen, z.B. in der Mittagspause, eine kleine Runde spazieren gehen oder eine Runde moderat walken.

Positiver Nebeneffekt: Bei einem Spaziergang kann man auch mal den Kopf entspannen und die Bewegung trägt auch noch zu einem aktiveren Alltag bei.

Tipp 3 – ausreichend trinken!
Wasser trinken

Ausreichend Flüssigkeit trinken, um die Verdauung zu unterstützen.

Grundsätzlich sollte man etwa 2,5 Liter Wasser über den Tag verteilt trinken. Als Faustregel gilt: Mindestens 30 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, sollte man trinken.

Hilft gegen Verstopfung – genügend Flüssigkeit statt Abführmittel

Wasser ist eines der wichtigsten Lösungs- und Transportmittel unseres Körpers. Nur mit ausreichender Flüssigkeitsversorgung können die Nährstoffe aus der Nahrung gelöst und anschließend dahin transportiert werden, wo sie schließlich im Körper gebraucht werden. Durch das Trinken hältst du den Nahrungsbrei flüssig und weich, so kann dieser leichter durch den Darm transportiert werden. Das kann Verstopfungen entgegenwirken und die Einnahme von Abführmitteln überflüssig machen.

Worauf man achten sollte: den Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. Die Verdauung anregen können auch spezielle Tees. Tee, der Fenchel, Anis und/oder Kümmel enthält, hat erwiesenermaßen einen positiven Effekt auf die Verdauungsvorgänge.

Positive Nebeneffekte: Du beugst Schmerzen vor, welche auch durch Wassermangel bedingt sein können (zum Beispiel Kopfschmerzen).

Tipp 4 – Darmbakterien versorgen!
In Milchprodukten sind wertvolle Bakterienkulturen enthalten.

In Milchprodukten sind wertvolle Bakterienkulturen enthalten.

Im menschlichen Darm leben etwa 10 bis 100 Billionen Bakterien, welche die Verdauung anregen und dem Organismus auf unterschiedliche Weiße bei der Verdauung helfen.

Bakterienkulturen im Darm helfen bei der Verdauung

Die Forscher Bernhard Samuel und Jonathan Gordon gehen davon aus, dass die Zusammensetzung der Darmflora bestimmt, wie viele Kalorien und Vitalstoffe aus der Nahrung in den Körper gelangen und damit dem Organismus für seinen Stoffwechsel zur Verfügung stehen.

Um die guten Bakterien des Darms aktiv und zahlreich zu halten, brauchen diese täglich Nahrung. Verjüngen kann man die Bakterienkultur, indem man in seiner Ernährung auch Molke, Kefir oder nicht hitzebehandelten bzw. pasteurisierten Naturjoghurt zu sich nimmt. In diesen Milchprodukten sind zahlreiche wirkungsvolle Bakterien enthalten.

Worauf man achten sollte: Die vorhandenen Bakterien sollten richtig „gefüttert“ werden, denn diese benötigen täglich die Ballaststoffe Inulin und Oligofruktose um stark zu bleiben. Diese Ballaststoffe sind zum Beispiel in Spargel, Zwiebeln, Lauch, Chicorée und Artischocken enthalten.

Positiver Nebeneffekt: Einige Bakterien, speziell Milchsäurebakterien, bekämpfen im Darm sogar Krankheitserreger. Sie leisten somit auch einen Beitrag zur Erhaltung unserer Gesundheit.

Tipp 5 – ballaststoffreich essen!
Ballaststoffe helfen gegen Verdauungsprobleme

Ballaststoffe helfen gegen Verdauungsprobleme

Ballaststoffe finden sich größtenteils im Baugerüst von Pflanzen – also auch in Obst und Gemüse – und sorgen für deren Stabilität, Struktur und Festigkeit.

Verdauung unterstützen mit ballaststoffreicher Ernährung

Ballaststoffreiche Lebensmittel verlangen aufgrund ihrer Struktur meist ein längeres Kauen, dies hat aber den positiven Effekt, dass dabei die Speichelproduktion gefördert und so die Verdauung optimal vorbereitet wird. Auch halten ballaststoffreiche Lebensmittel länger satt, da sie etwas länger im Magen bleiben als leicht verdauliche Lebensmittel.

Bei der Verdauung quellen die Ballaststoffe durch die Aufnahme von Wasser auf, was das Volumen des Speisebreis vergrößert und die Produktion von Verdauungssäften erhöht. Zudem binden die Ballaststoffe Giftstoffe und Stoffwechsel Abfallprodukte, so helfen sie dem Organismus bei der Entgiftung.

Worauf man achten sollte: Die Nahrung sollte immer einen ausreichenden Anteil an Ballaststoffen aufweisen. Ideal sind etwa 40 Gramm – zur Hälfte stammend aus Gemüse / Obst sowie aus Getreideprodukten.

Positiver Nebeneffekt: Die Ballaststoffe in der Nahrung sorgen dafür, dass die, in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydratketten langsamer aufgebrochen werden. So steigt der Blutzucker gleichmäßiger an und fällt nicht so rapide ab.

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Eva Strünker

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  6. Christina Kern

    Immer wenn ich verreist bin, leide ich unter Verstopfung. Da hilft mir nur ein morgentliches Frühstück, das aus einem Brei aus Haferkleie, Haferflocken und Leinsamen besteht. Den Brei rühre ich mit warmer Milch an, dazu wird viel getrunken.

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